Normalitätsprinzip

Mit dem "Normalitätsprinzip" definieren wir das Heranführen unserer Bewohnerinnen und Bewohner an Arbeiten oder Tätigkeiten, die ihnen auf Grund ihres Lebenswegs bekannt sind. Es sind Tätigkeiten aus Haushalt, Beruf, Freizeit, Sport usw.

Das "Normalitätsprinzip" kann auf körperlicher, psychischer, sozialer, kultureller und spiritueller Ebene gleichermassen angewendet werden. Die "Normalität" bedeutet jedoch nicht für alle Bewohnerinnen und Bewohner dasselbe: Während der Eine es als "normal" empfindet, beim Sortieren und Reinigen von Früchten (= Haushaltsarbeit) den Frauen zuzuschauen und Sprüche zu klopfen, ist es für den Anderen eine Selbstverständlichkeit anzupacken und Ordnung zu schaffen.
Die "Normalität" muss daher für jede Bewohnerin und jeden Bewohner individuell erforscht, entdeckt und dokumentiert werden. Versuch und Irrtum stehen nahe beieinander. Es ist eine spannende und sinnvolle Arbeit für Pflegende, Betreuende, Angehörige sowie eine Bereicherung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner.