DCM – Methode

Personen mit Hirnleistungseinschränkungen (z.B. Demenz) zeigen ein recht unterschiedliches Sozialverhalten. Vielfach ergibt sich aus dem Krankheitsbild ein Rückzug, andere Personen ziehen mit ihrem Verhalten die Aufmerksamkeit von Mitbewohnern und Pflegenden sowie BesucherInnen auf sich. Zudem ist zu beobachten, dass in jeder Pflegegruppe sogenannte „Lieblinge“ leben. Sie erhalten unaufgefordert und ohne jegliche Reflexion Zuneigung und unbewusst auch „Bonuspunkte“. Das Gefälle von Zuneigung und Distanz zu den einzelnen BewohnerInnen einer Pflegegruppe kann dadurch recht gross sein. 

Mit der DCM - Methode (Dementia Care Mapping) werden genau diese heiklen Punkte aufgezeigt. Eine systematische und über Stunden dauernde Beobachtungsphase mit EDV gestützter Auswertung zeigt, welche Bewohner wieviele Sozialkontakte mit Mitbewohnern, Personal, Angehörigen und Gästen haben. Zudem beurteilt sie auch die Qualität dieser Kontakte. Die Auswertung der Resultate anlässlich einer Teamsitzung macht den Pflegenden u.a. deutlich wie die einzelne Bewohnerin, der einzelne Bewohner wahrgenommen wird. Die Thematik ist offen und kann besprochen werden. Das Bewusstsein verbessert sich auf Teamebene. Es werden deutliche Verbesserungen für die einzelnen BewohnerInnen und für das Personal erreicht. Zudem verstärkt eine gezielte Pflegeplanung diesen positiven Prozess.